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Besessenheit


Mehrmals im Jahr werde ich zu verschiedenen Fernsehsendungen eingeladen, in denen Besessenheit das Hauptthema ist. Meistens lehne ich ab, weil mir die Art und Weise nicht gefällt, wie man dort das Thema "Geister" behandelt. Wenn ich mich auf so etwas einließe, würde es mehr schaden als nutzen. Bereits kleine Kinder wissen, dass es Geister, oder Besessenheit, gibt. Stellt man die Probleme, die mit Geistern zu tun haben, also Besessenheit, als zu leicht dar, und das ist bei einer kurzen Fernsehshow weitgehend der Fall, schadet das. Allem Anschein zum Trotz ist es ein ernstes und umfangreiches Thema und es nur bruchstückhaft darzustellen würde dieses komplexe Thema kaum erhellen, jedoch zu störender Sensationsmacherei führen. Die letzte Anfrage war ungewöhnlich, da man mich zu einer Sendung einlud, in der auch exorzierende Priester auftreten sollten. Wie immer fragte ich, was der Leitgedanke der Sendung war und hörte, dass die Priester aufgrund ihrer Fälle beweisen wollen, dass Besessenheit eine Geisteskrankheit ist.
Um mich zu ermuntern, sagte die Redakteurin, dass ich nicht viel werde sagen müssen. Meine Aufgabe war, als eine nichtkirchliche Exorzistin diese These zu bestätigen. Ich antwortete ihr, dass sie sich an die falsche Person gewandt hatte, weil ich genau von Besessenheit das Gegenteil dachte. Ich riet ihr, Psychiater einzuladen, die sich letztendlich mit Geisteskrankheiten auskennen. Sie muss mich anfangs wohl missverstanden haben. Ich erklärte ihr also, dass eben diese Besessenheit meistens die Ursache einer Geisteskrankheit ist. Zuerst kommt es zur Besessenheit und dann zur Geisteskrankheit. Eine andere wichtige Ursache dieser Krankheit ist, wenn die Geister nicht der Grund dafür sind, psychische Verletzungen verschiedenster Art. Die Redakteurin stellte mir viele Fragen. Ich sagte, der beste Beweis wären meine Kunden, die von vielen Priestern (auch einigen aus dem Vatikan), oder Psychiatern für geisteskrank gehalten wurden und jetzt völlig gesund sind, obwohl sie vorher an Besessenheit litten. Man bat mich um ihre Adressen und Telefonnummern. Ich stimmte das mit den Kunden ab und übermittelte die Angaben der Redakteurin. Ein paar Tage vor der Sendung sagte man mir mit der Entschuldigung ab, dass die eingeladenen Priester abgesagt hätten, weil sie momentan anderweitige Verpflichtungen hätten. Ich freute mich über diese Wendung, weil die Sendung nichts Gutes gebracht hätte. Sie würden die von Geistern heimgesuchten Menschen in ihrer Überzeugung bestärken, dass sie keine Chance haben, gesund zu werden, außer durch eine lebenslange Therapie mit Psychopharmaka, und dem ist nicht so. Diesen Priestern halfen Gespräche mit meinen Kunden, ihre Ansichten zu ändern. Vielleicht kann es auch anderen Priester helfen.
Würde das Wissen über Exorzismus von Generation zu Generation übertragen werden, gäbe es außer dem geistlichen Novizen einen anderen Priester, den Meister, der eine jahrelange Erfahrung im Exorzieren der Besessenheit hätte. Er würde den Novizen lehren und ermutigen und ihn vor allem läutern, würde dieser bei der Unterweisung der Besessenheit selbst zum Opfer fallen. In der Geschichte der Kirche gab es nur wenige, die bei Besessenheit Exorzismen durchführten. Zu ihnen kamen Hunderte von Menschen, die sie um Hilfe bei Besessenheit anflehten. Sie waren aber so wenige, dass sie vor Müdigkeit umfielen, weil sie bei allen Fällen der Besessenheit helfen wollten. Sie hatten kein Vorbild, also handelten sie bei Besessenheit nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum. Viele von ihnen wurden Opfer von Besessenheit. Ein anderer Priester konnte dann nicht immer helfen. Er war dazu nicht in der Lage und wenn er sah, was mit seinem Kollegen passiert war, fürchtete er um seine eigene Sicherheit. Diese Exorzisten waren wie einsame Segler, bei Besessenheit ganz auf sich allein gestellt und oft verhöhnt für das, was sie taten.
Alle Exorzisten wurden von ihren Bischöfen geweiht. Viele Priester lehnten die Weihe ab, weil sie Angst hatten, die Exorzismen durchzuführen. Vielen von ihnen wurde diese Rolle aufgezwungen und sie hielten diese "Beförderung" für eine Strafe. Damit war das Ergebnis schon vorprogrammiert, denn ein Exorzismus unter Zwang und ohne Berufung durchgeführt, musste unzufriedenstellend enden. 1972 hob Papst Paul VI die Exorzistenweihe auf. Jetzt kann jeder Priester selbst entscheiden, ob er Exorzist werden will oder nicht. Das Problem ist, dass es weder ein Seminar dafür gibt, noch dass das Thema überhaupt noch erwähnt wird. Deswegen halten viele Priester den Exorzismus für Aberglauben und ein Relikt aus der Vergangenheit und damit für völlig unnötig.
Ein besessener Mensch erhält selten Hilfe, weil die Priester erst dann helfen, wenn der Besessene gegen die Kirche und Gott lästert. Die Besessenheit schreiben sie nicht den Geistern von verstorbenen Menschen zu, sondern dem Teufel oder Satan. Diese Einstellung ändert sich radikal in dem Moment, wenn einer der Priester, oder jemand aus ihrer Familie heimgesucht wird. Bei der Läuterung, wenn der Geist fortgeht und dann wieder zurückkommt, bemerken sie, dass nicht der Teufel sie heimsuchte, sondern z.B. die eigene Mutter, die gestorben ist, oder der Vater. Es wäre schwierig, den verstorbenen Eltern teuflische Eigenschaften zuzuschreiben, weil sie zu Lebzeiten gute, fromme, redliche und liebe Menschen waren. Dann reist der Priester die Augen vor Erstaunen weit auf und stellt fest, dass es das, was er bisher so stark geleugnet hat, tatsächlich gibt.
Selbstverständlich suchen die Priester bei Besessenheit zuerst innerhalb der Kirche Hilfe, aber auch sie erhalten diese nicht immer. So kommen manche von ihnen zu mir. Beinahe alle von ihnen verheimlichen, dass sie Priester sind, aber wenn er eine Linderung seines Leid erfährt, gesteht er: "Frau Pratnicka, Sie haben bestimmt schon erraten, dass ich Priester bin. Am Anfang war es mir peinlich, darüber zu sprechen. Verzeihen Sie mir bitte und ich danke Ihnen für Ihre Hilfe." Viel öfter leiste ich ihnen indirekt Hilfe, weil ich von einer Ordensschwester, einem anderen Priester, jemanden von der Familie, oder einem Gläubigen der Kirche darum gebeten werde. Meistens ist das jemand, dem ich bereits geholfen habe. Nicht immer sagen sie direkt, dass es um einen Priester geht, sie geben mir nur seine Daten.






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Selbstmorde
Geisterbeschwörung
Suchtkrankheit
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