Polska wersja English version Russian version Deutsche Version Espanol
Exorcismus, Geister

Meine Website

Einleitung
Über mich selbst
Hilfestellung
Die Bilder von Wanda
Über die Angst
Über die Depression
Kontakt


Shop

Buchbestellung


Kontakte mit Patienten


Symptome
Meist gestellte Fragen
Die Meinung meiner Patienten
Ein Brief von den Geistern
Frau Pratnicka`s Briefe
Mailingsliste
Filmempfehlungen
Empfehle diese Seite
Alle Kommentare von dieser Seite
Messetermine


Deutsche Version von "Von Geistern besessen" bereits erhältlich


Freier Versand innerhalb Europa

Unter vier Augen mit dem Exorzisten (exorzisten) - Drucker freundlich

"Polityka" (Politik)
1997

Unter vier Augen mit dem Exorzisten

Der Exorzist hat ein langes Haar und ißt einen Apfel. In ihrer Errungenschaft hat sie "über ein Tausend dokumentierte Austreibungen von Geistern aus den Menschen". Mit Geistern beschäftigt sie sich seit zwanzig Jahren.
Alles begann, als meine Mutter im Sterben lag und ich mich damit nicht abfinden konnte. Einer Nacht erschien sie vor mir und bat mich, sie sterben zu lassen. Seit jenem Ereignis begann ich mich mit Geistern zu beschäftigen, obwohl ich früher nicht geglaubt hatte, daß es sie überhaupt gibt - erzählt sie. Sie bezeichnet den Exorzisten als "einen Menschen, der die Geister und unerwünschte Energien entfernt". Ich habe wohl von Geburt an Fähigkeiten zur Arbeit mit Energien - sagt sie.
Die Exorzismen und die Welt der Geister erforschte sie mehrere Jahre lang und sie gibt zu, daß es ihr am schwierigsten fiel, die Barriere der eigenen Angst zu überwinden.
Besessen kann jeder sein, nichts schützt den Menschen vor einem Geist hundertprozentig, außer dem festen Glauben, daß ihm nichts zustoßen kann. An pathologischen Orten, wie Slums oder Gefängnissen, hat fast jeder einen schweren Geist in sich. Jeder Alkoholiker, Drogesüchtige, Kriminelle ist davon befallen.
Die Exorzistin leitet die in Menschen eindringenden Geister zu dem Ort, wo sie sich nach ihrem Tod begeben sollten d.h. "zur anderen Seite des Todesvorhanges", ins Licht, zu Gott.
Sehr wirklichkeitsnah wurde der amerikanische Film "Ghost - Nachricht von Sam" gedreht.
Am meisten irren die Geister von Menschen umher, die plötzlich gestorben sind (...). Auch ein zu Lebzeiten böser Mensch fürchtet der Strafe nach dem Tod, sein Geist irrt umher und versucht, den Moment des Übergangs hinauszuzögern.
Die Erzählungen des Exorzisten sind drastisch und erst ab achtzehn erlaubt. Zum Beispiel diese über den Geist eines 82jährigen Opas, der nach dem Tod seine 76jährige Frau vergewaltigte. Der Geist kam jede Nacht und quälte die Oma. Die Läuterung dauert kurz, wenn der in den Menschen eingedrungene Geist fremd ist. Die Geister der Nächsten läutert man sogar zwei, drei Monate lang. Tragisch ist, daß die Geister Menschen zu Selbstmorden oder Mordtaten bringen können. Und Vergewaltigungen der Frauen durch die Geister passieren oft.
Wenn es die Geister, "die andere Seite" und die Angst vor der Strafe gibt, glaubt dann der Exorzist an Gott? Ich glaube zweifelsohne an einen universalen Gott. Es kommen zu mir Leute aus unterschiedlichen Glaubensrichtungen - Griechisch-Orthodoxe, Juden, Katholiken, ich habe auch viele Priester geläutert.
Ich mache die Exorzismen nicht des Geldes wegen. Bei solch einer Motivation wäre nichts aus der Läuterung und ich könnte den Menschen nicht richtig helfen. Heutzutage naht die Jahrhundertwende heran, die Menschen haben immer mehr Interesse an Geheimkünsten, spüren Angst vor dem Unbekannten. Genauso war es auch Tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung. Ich habe es untersucht. Die Exorzistin wohnt auf dem Land. Sie hat zwei erwachsene Kinder, ein großes Landgut, "reiche Familie".
Und wie sieht sie Ihre Familie?
Sie betrachten mich als eine Hexe - sagt sie und lächelt dabei.

Autor: Iwona Trusiewicz


"Trybuna Slaska" (Die Schesientribune)

4 aufeinander folgenden Folgen erschienen in der größten lokalen Zeitung Polens in der Zeit von Juli bis August 2003

Den Aussagen von Wanda Pratnicka gehen die Fragen der Redakteurin voran.

1. Ich habe Ihr Buch "Von Geistern Besessen" gelesen. Ich verstehe, daß Sie zum Schreiben dieses Buches der Wille bewogen hat, den Menschen zu helfen, die nicht wissen, warum ihnen in ihrem Leben manches Unglück zugestoßen ist. Sie beschreiben Hunderte von solchen Fällen. Aber ist - Ihrer Meinung nach - jedes Unglück von Geistern verursacht? Können wir nicht einfach unglücklich, traurig oder krank sein - ohne die Teilnahme von Geistern?

Es hat den Anschein, als ob Sie mir eine einfache, kurze Frage gestellt hätten, aber die Antwort darauf ist so lang, wie das nächste Buch, das ich gerade schreibe. Ich würde es so ausdrücken - für unser Unglück sind sowohl die Geister als auch wir selbst verantwortlich, aber darüber später.
Sie haben recht - wir können uns entscheiden unglücklich, traurig, krank sein - aber wozu? Wäre es nicht besser, statt traurig, unglücklich oder sogar krank zu sein, sich einfach zu erholen, und wenn wir dafür keine Zeit haben, wenigstens im Vorbeigehen zu überlegen, welche Information unser Körper uns durch die Krankheit oder die auftauchenden Emotionen übermitteln will? Wenn wir immer auf diese Weise handeln würden, würden wir niemals leiden und um so weniger krank sein. Selbstverständlich können wir jedes Unglück oder jede Krankheit als Fügung Gottes, als notwendiges Übel oder als etwas betrachten, das uns einfach zugestoßen ist und auf das wir keinen Einfluß haben. Wir können es aber für einen Ratschlag Gottes halten, den wir bekommen haben, um verstehen zu können, daß in unserem Leben etwas nicht so ist, wie es sein sollte.
Dann haben wir nämlich eine Wahl; wir können uns entweder als ein Opfer, der uns umgebenden Welt sehen und versuchen uns mit diesem Schicksal auszusöhnen, ohne etwas damit zu machen, oder wir können das Leben in eigene Hände nehmen und glücklich sein. Man braucht nur ein wenig Mut, um die Stereotypen zu brechen, in denen unsere Umgebung lebt. Am schwierigsten ist es diese Entscheidung zum ersten Mal zu treffen - später ist das ganze Universum gerne bereit, uns Hilfe zu leisten.
Und jetzt kommen wir auf die Frage nach dem Einfluß der Geister auf unser Leben zurück. Wenn es uns schlecht geht, wenn wir traurig, unglücklich oder krank sind, "haften" an diesem emotionalen Zustand, z.B. der Betrübnis, Geister, die genau aus demselben Grund leiden. Wir sprechen hier über Traurigkeit, aber ebenso geschieht es mit jeder anderen negativen Emotion - Zorn, Groll, Haß usw.
Wenn diese Betrübnis nur unsere eigene da wäre, hätten wir die Chance sich davon loszureißen, z.B. wenn die Sonne wieder scheint. Wenn aber an diese Betrübnis Geister "haften" und wir davon keine Ahnung haben, versinken wir immer tiefer darin, ohne etwas damit zu machen. Mit der Zeit gewöhnen wir uns daran sosehr, daß unsere Chancen, sich zu orientieren, was mit uns passiert, immer geringer werden, was letztendlich zur Depression führt. Ein solcher Zustand wird solange dauern, bis wir etwas damit machen. Selbstverständlich können wir lebenslang psychotrope Medikamente einnehmen, aber genauso gut können wir uns an einen Exorzisten wenden, um die Geister loszuwerden.

2. Auf welche Art und Weise existieren nebeneinander die Welt der Menschen und die der Geister?

Wenn wir über die Welt der Geister sprechen, müssen wir zwischen zwei Welten unterscheiden: derjenigen, in die die Geister nach ihrem physischen Tod ins Licht wandern, und derjenigen, in der sich diejenigen Geister befinden, die sich aus mehr oder weniger bewußten Ursachen entschieden haben, nicht zur anderen Seite des Todesvorhangs, ins Licht, zu gehen. Die Welt der Geister, die ins Licht, zu Gott fortgegangen sind und unsere physische Welt sind zwei verschiedene, voneinander unabhängige Wirklichkeiten, die einander nicht stören. Die Welt der Geister, die auf dieser Seite des Todesvorhangs geblieben sind, ist dagegen ein Feld, das unsere physische Wirklichkeit ständig durchdringt und beeinflußt. Wir hätten keine, mit Geistern zusammenhängenden Probleme, wenn sich diese zwei Welten nicht träfen. Jedoch - ob die Einwohner der Geisterwelt uns stören oder nicht, hängt nur von uns alleine ab. Die Antwort auf die Frage, warum es so geschieht, gab ich teilweise in den obengenannten Erwägungen, und beschrieb ausführlich in meinem Buch. Jetzt kann ich nur hinzufügen, daß in unserem Leben etwas sehr Unangenehmes geschieht, wenn wir es den Geistern erlauben, darin zu verbleiben.

3. Sie schreiben darüber, daß wir, wenn wir zur Welt kommen, konkrete "Lektionen" durchzuarbeiten haben. Es kann viele solcher "Lektionen" geben, also kann es auch viele unserer nacheinander folgenden Inkarnationen geben? Gibt es Menschen, die sich an ihre früheren Inkarnationen erinnern? Kann man diese Erinnerungen "wachrufen"? Was denken sie über die Theorie der Reinkarnation? Was bleibt in uns - hier und jetzt - von unseren früheren "Aufenthalten" auf der Erde?

Es gibt viele Menschen, die sich an ihre früheren Inkarnationen erinnern, besonders solche bei denen traumatische Erlebnisse stattfanden, aber nicht viele sind sich darüber klar. Selbstverständlich kann man diese Erinnerungen wachrufen, man soll nur wissen, wozu man das tut. Wenn wir in unsere früheren Inkarnation zurück wollen, um etwas darin zu heilen, dann ist es sinnvoll. Wenn wir das aber aus purer Neugierde machen, dann kann es unter Umständen schädlich sein. Ich warne solche potentielle Zeitreisende, denn eine solche Person wird nicht nur enttäuscht, sondern kann sich noch ein schwieriges psychisches Problem einbrocken.
Sie wird enttäuscht, denn fast jeder von solchen Neugierigen will sich selbst als jemand bedeutenden, reichen, klugen sehen und meistens sieht er sich im normalen, durchschnittlichen Leben, und dazu ist er dort arm und dumm. Warum geschieht es so? Denn jede unserer Geburten gibt uns Chancen neue Lektionen zu lernen. Es gibt sehr viele solcher "Schulaufgaben" und jeder von uns war schon mehrmals auf der Erde, jeweils in beiden Geschlechtern. Jeder mußte an eigenem Leibe zu spüren bekommen, wie es ist, reich oder arm, klug und dumm, schön und häßlich zu sein usw.
Fast jeder von uns war schon Dieb und Bestohlener, Mörder und Ermordeter, Vergewaltiger und Vergewaltigte. Überdies waren fast alle Personen, mit denen wir hier und jetzt auf der Erde verbleiben, mit denen wir mehr oder weniger verbunden sind, zusammen mit uns früher in vielen Inkarnationen, wir spielten nur unterschiedliche Rollen. Z. B. unser jetziger Vater könnte in anderen Inkarnationen nacheinander: unsere Mutter, Tochter, unser Bruder, Ehemann, Liebhaber usw. sein. Wenn wir aus Neugierde in unsere früheren Leben hineinschauen, können wir uns plötzlich und ungewollt erinnern, wie wir unser geliebtes Kinde von der gegenwärtigen Inkarnation umgebracht haben. Ich kenne viele Menschen, die sich Jahrelang nicht erholen können, nachdem sie gesehen haben, was sie jemandem angetan haben oder was jemand ihnen angetan hat. Ein junges Mädchen sah z.B. während einer Sitzung, wie ihr geliebter Vater in einer der früheren Inkarnation ein Schuft war, der sie prügelte und vergewaltigte. Als sie zu mir kam, war sie nicht nur entsetzt und niedergeschlagen, sondern verlor auch überhaupt den Sinn des Lebens. Erst nachdem wir noch andere ihrer Inkarnationen durchgeschaut haben, in denen sie ihrem Vater viel Böses angetan hatte, begann sie mehr von der Geschichte zu verstehen. Es ist ihr aber nie gelungen, das Vertrauen zu ihrem Vater wieder aufzubauen.
Was bleibt in uns von unseren früheren Aufenthalten auf der Erde? Ich glaube, alles, was wir in früheren Inkarnationen durchgearbeitet haben, ist unsere Erfahrung, unsere Lebensweisheit und das, was wir noch durchzunehmen haben, das sind unsere Schwierigkeiten, Herausforderungen. Die Art und Weise, wie wir ihnen fertig werden, ergibt ein Bild davon, wie weit wir auf diesem Weg fortgeschritten sind.

4. Ich muß zugeben, die Feststellung, daß sich der Mensch oft nach dem Tode darüber nicht im Klaren ist, gestorben zu sein, war für mich ein großer Schock. Wie kann er also wissen, ob er "zur anderen Seite", ins Licht geht? Und wenn er mit dem Bewußtsein bleibt, daß er weiter lebt, muß er sehr leiden, wenn er sich mit seinen Nächsten nicht verständigen kann. Wie können die Nächsten bei dem Übergang "zur anderen Seite" helfen?

Der Mensch ist sich nach seinem Tod nicht klar darüber, daß er gestorben ist, denn für ihn hat sich gar nichts geändert. Wenn er nach wie vor sehen, hören, fühlen kann, was soll ihm dann sagen, daß er nicht mehr lebt? Was für ein Hinweis soll ihn aufklären, daß er ins Licht gehen soll, um "auf die andere Seite" zu gelangen? Ein solches Szenario spielt sich nicht nur bei plötzlichem Tod ab, wenn es für den Geist eine Überraschung ist, sondern auch in jedem Fall, wenn dem Geist etwas anderes zustößt, als er erwartet hätte. Nehmen wir z.B. an, ein Mensch glaubte, sein Leben würde im Grab enden. Wenn er denkt, daß er weiter lebt, führt er sein Leben wie bisher. Er kommt von der Arbeit in sein Haus zurück, wohnt dort nach wie vor, geht einkaufen, zu Freunden in den Club usw. Er versucht sich, meistens erfolglos, mit seinen Nächsten zu verständigen. Was er dann macht, wird genau davon abhängen, wie er zu seinen Lebzeiten handeln würde. Der eine wird überlegen, womit er sich so schuldig gemacht hat, daß jetzt niemand mit ihm sprechen will, er wird sich bei ihnen entschuldigen, der andere wird sich ärgern und beginnt aggressiv zu handeln. Er kann dann die Hausbewohner zur gegenseitigen Aggression, zu Prügeleien und Selbstverletzungen anstiften. Streitereien werden dann in der Familie das tägliche Brot. Ein anderer wird streitsüchtig, indem er sich bemüht, um jeden Preis Beachtung zu finden.
Dem einen reicht es, das Haus, die Arbeitsstelle oder Bekannte heimzusuchen, der andere stellt aber fest, daß er ein Leib braucht, um weiter zu funktionieren. Er wird sich also bemühen, ihn jemandem einfach zu stehlen. Ob es ihm gelingt, hängt von dem emotionalen Zustand des potentiellen Opfers ab. Hier verweise ich auf die Antwort der ersten Frage, warum wir uns nicht erlauben sollten, traurig, unglücklich, krank, wütend, eifersüchtig, betrunken usw. zu sein.
Einem Geist, der nicht weiß, daß er bereits gestorben ist, kann man nur in einer Weise helfen - indem man ihm ununterbrochen erklärt, daß er nicht mehr lebt.

5. Ich nehme an, jemand, der uns liebt, will uns kein Leid antun, selbst wenn er nicht mehr lebt. Er hat doch nicht aufgehört uns zu lieben, wenn er doch samt allen seinen Gefühlen, Süchten, Wünschen hier "blieb". Warum suchen uns dann die Geister unserer Nächsten heim?

Die Geister unserer Nächsten bleiben oft, denn unsere gegenseitige "Liebe" (tatsächlich hat es mehr mit Angst, als mit Liebe zu tun) fesselt uns zusammen. Wir lassen, wegen unserer Verzweiflung, diese "geliebte" Seele nicht frei. Wenn sie unsere Verzweiflung sieht, hat sie keine Kraft, uns zu verlassen und verschiebt es immer mehr in die Zukunft. Die Zeit vergeht und dem Geist fehlt die zum Leben notwendige Energie. Um zu überleben, muß er die Energie von Menschen stehlen, die sich in der Nähe befinden. Meistens sind das seine Nächsten. Diese Bindung des Menschen mit dem Geist wird mit der Zeit immer stärker und es kommt vor, daß der Geist in den Leib des Menschen eindringt. Was nach einiger Zeit bleibt ist nur noch der Kampf um den Körper des Menschen und um seine Energie. In den meisten Fällen erinnert sich der Geist immer weniger daran, wem der von ihm heimgesuchte Körper gehört und hält ihn für den eigenen. Er glaubt sogar, daß der Mensch der Eindringling sei, der ihn besessen will und beginnt, mit ihm zu kämpfen. Er vergißt seine Verwandtschaft, denn diese hat Bedeutung nur hier auf der Erde. Deshalb sollte man immer daran denken, wenn ein uns nahestehender Mensch stirbt, ihn in der für ihn bestimmten Zeit fortgehen zu lassen, obwohl unser Herz aus Verzweiflung leidet. Wenn wir den Abgang nicht erlauben, werden wir sowohl seines als auch unseres Leben ruinieren.

6. Muß jede Heimsuchung etwas Böses mit sich bringen? Wenn ja, warum?

Jede Heimsuchung bringt große Nachteile mit sich und deren Ausmaß hängt von der Stärke der Besessenheit ab. Wenn der Geist "nur" unsere Energie schöpft, fühlt sich der heimgesuchte Mensch müde, verärgert. Wenn der Geist in seinen Körper eindringt, können die Symptome sehr unterschiedlich sein. Von den für die Umgebung kaum bemerkbaren, über verschiedene Störungen und physische Krankheiten bis hin zu schweren psychischen, wie auch physischen Krankheiten. Sehr oft ist dieser heimsuchende Geist unsere eigene Mutter, unser Vater, der geliebte Opa oder die Oma. Es ist nicht durch den bösen Willen des Geistes verursacht, sondern durch den Kampf ums Überleben, deren Grundlage eine falsche Denkweise des Geistes ist.

7. Sie schreiben, daß der Mensch, wenn er nach dem Tod den Augenblick des Übergangs ins Licht verpaßt, auf der Erde bleibt. Und in einem der Kapitel Ihres Buches schreiben Sie: "Der Urgroßvater entschied sich inzwischen, ins Licht zu gehen". Wer entscheidet darüber? Der Geist selbst? Ist er imstande, eine solche Entscheidung ohne Hilfe eines Exorzisten zu treffen?

Der Geist bleibt auf der Erde bis zu dem Moment, in dem er sich dessen bewußt wird, daß er nicht mehr lebt und sich entscheidet, fortzugehen. Jedoch die Entscheidung darüber, was er macht - ob er bleibt oder zur andren Seite geht - trifft immer der Geist selbst. Der Geist hat einen freien Willen und niemand hat das Recht, für ihn zu entscheiden. Selbstverständlich gibt es viele Exorzisten, die sich um den Geist nicht kümmern, sondern ihn gegen seinen Willen austreiben. Es ist aber immer ein sehr flüchtiger Erfolg, denn meistens kehrt der ausgetriebene Geist zu dem Menschen zurück, aus dem er ausgetrieben wurde und dingt in seinen Körper nach einer Weile ein. Wenn es ihm nicht gelingen sollte, findet er einen anderen Menschen, der sich gerade in der Nähe befindt.

8. Was sind Exorzismen?

Wenn wir die Exorzismen nur aus dem Gesichtspunkt des heimgesuchten Menschen betrachten, haben wir mit dem Austreiben des Geistes aus dem Menschen zu tun. Wie ich bereits festgestellt habe, werden sie meistens auf diese Weise durchgeführt. Ich behandle das ganz anders, denn ich treibe nicht aus, sondern befreie die Menschen von den Geistern. Auf welche Art und Weise? Vor allem mache ich dem Geist bewußt, daß er nicht mehr lebt, und erkläre ihm, warum es gut für ihn wäre fortzugehen.
Oft ist eine solche Therapie ausreichend. Dann helfe ich dem Geist, auf die andere Seite des Todesvorhanges zu gelangen. Aber mit der Einwilligung für das Fortgehen ist es sehr unterschiedlich. Der eine Geist will nicht fortgehen, weil er sich nicht würdig genug fühlt, der andere fürchtet der Strafe, den anderen hält auf der Erde die Anhänglichkeit z.B. an den Sex, den anderen will die Familie nicht gehen lassen... Häufig braucht man viele Sitzungen, um dem Geist zu helfen, eine für ihn so schwierige Entscheidung zu treffen. Es ist die gleiche Therapie, die man mit einem lebenden Menschen durchführt. Oft kommt es vor, daß man eine Therapie mit der gesamten Familie durchführen muß. Oft haben wir es nämlich mit dem Fall zu tun, daß der Geist bereit ist, fortzugehen, die Familie dagegen will ihn auf keinen Fall gehenlassen. Wie Sie sehen, befreie ich die Menschen von Geistern aber auch die Geister von Menschen.

9. Wie kommt es, daß Sie keinen direkten Kontakt mit dem heimgesuchten Menschen brauchen, um ihn von dem Geist (den Geistern) zu befreien? Ist ein Telephongespräch oder Brief nicht zu wenig?

Sowohl für mich als Exorzistin als auch für den Geist gibt es keine Zeit- oder Raumbeschränkungen. Wenn ich mit dem Geist des heimgesuchten Menschen sprechen will, dann, unabhängig davon, wo er sich gerade befindet - im anderen Zimmer oder auf einem anderen Kontinent - habe ich mit ihm einen gleich guten Kontakt, als ob er auf der anderen Seite des Schreibtisches säße. Da ich die Exorzismen mit gleicher Wirkung auf Entfernung durchführen kann, habe ich auf deren Durchführung in Anwesenheit des heimgesuchten Menschen verzichtet. Unter meinen Patienten sind Menschen aus der gesamten Welt und vielen erspare ich dadurch viel Streß, Zeit- sowie Geldaufwand. Man muß verstehen, daß der Exorzismus nicht nur eine einzige Sitzung, wie beim Zahnarzt, ist, obwohl auch so etwas passiert. Es ist meistens ein langwieriger und ziemlich unangenehmer Prozeß (wenn er in der Anwesenheit des Patienten durchgeführt wird). Weil ich keinen persönlichen Kontakt zu dem heimgesuchten Menschen habe, brauche ich seine genauen Angaben, um ihn präzise zu lokalisieren, wenn ich die Läuterung beginne. Diese Informationen werden auf verschiedene Art und Weise angegeben - per E-Mail, Brief, Fax oder beim Telephongespräch.

10. Sie warnen vor Geisterbeschwörungen. Warum? Viele, besonders junge Leute halten es doch für eine gute Unterhaltung, eine Art "Nervenkitzel".

Ich warne ausdrücklich davor. Sehr viele meiner Patienten sind Opfer solch einer "Unterhaltung". Oft passiert es sogar, daß der erwünschte Nervenkitzel ausblieb, der Geist gar nicht erschien, aber kurz danach beginnt in unserem Körper oder Leben etwas Schlimmes zu geschehen. Insofern "normale" Geister früher oder später fortgehen, wollen die während der Sitzung eingeladenen Gäste nicht nur nicht fortgehen, sondern quälen ihre Opfer auf eine sehr perfide Weise.
Meistens lassen sie sich von den niedrigsten Beweggründen leiten, denn der Geist quält sein Opfer nach dem Prinzip - wenn du dich auf meine Kosten amüsieren willst, amüsiere ich mich jetzt auf die deinen. Da ich nicht mehr lebe, stirb du jetzt auch - und stiftet die Besessenen zum Selbstmord oder zu einer Mordtat an, oder - wenn ich sowieso verdammt bin, bringe ich dich dazu, daß auch du verdammt sein wirst - und überredet dann zu Verbrechen, Diebstahl, Gewalttaten.

11. Analysieren Sie bitte die folgende Situation: meine Bekannte - noch aus der Studienzeit - "spielte" gern mit Geisterbeschwörung. Einmal, als ihr Bruder mit seiner Frau in Urlaub fuhr, beschworen die Mädchen Geister in seiner Wohnung. Der Geist kam, wollte aber nicht fortgehen. Sie konnten ihn aus der Wohnung nicht "vertreiben", also "ließen" sie ihn dort. Der Bruder weiß bis heute nichts davon. Inzwischen wechselte er die Wohnung, es geht ihm ausgezeichnet... Wie die Bekannte erzählt, haben sie nur ein Problem - er und seine Tochter leiden an einer seltsamen Art von Ekzem. Es ist eine Krankheit, die es in ihrer Familie niemals gab. Ist der "gelassene" Geist die Ursache dieser Krankheit?

Sehr oft kommt es vor, daß ein Mensch Geister beschwört und jemand anders wird heimgesucht. Es kommt zustande, wenn in die von den beschworenen Geistern volle Wohnung eine Person hineingeht, die sich dieser Tatsache nicht bewußt, also wehrlos ist. Die Folgen können unterschiedlich sein. Die von ihnen beschriebenen gehören zu den relativ leichten, leider gibt es viel gefährlichere.
Ich müßte zuerst prüfen, und dazu brauche ich genaue Informationen über diese Personen, ob Ihre Probleme von Geistern verursacht werden.

12. Wie kommt es dazu, daß heimgesuchte Menschen an Krankheiten leiden, an denen der sie heimsuchende Geist litt?

Wenn der Mensch infolge einer Krankheit stirbt, befreit ihn der Tod von dieser Krankheit nicht. Damit dies passieren könnte, müßte er zur anderen Seite des Todesvorhangs wandern, wo er davon geheilt würde. Wenn der Geist bleibt, bleibt auch seine Krankheit. Nach einiger Zeit beginnt ihm die Energie zum weiteren Funktionieren zu fehlen. Er sucht nach einem in jeder Hinsicht geeignetsten Spender. Sehr oft fällt die Wahl auf jemand von der allernächsten Familie, denn während der Trauer sind die Familienangehörigen dem Jenseits gegenüber sehr offen. Wenn der Geist mit einer Krankheit befallen in den Körper eines Menschen eindringt, entwickelt sich mit der Zeit in diesem Menschen dieselbe oder eine sehr ähnliche Krankheit. Am besten kann man diesen Prozeß während der Läuterungen von Patienten beobachten, die an mit bloßem Auge erkennbaren Krankheiten, wie Tumoren, Hautkrankheiten, Alzheimerscher Krankheit, Autismus, Epilepsie usw., leiden. Wenn der Geist aus dem Körper fortgeht, gibt es auch die Krankheit nicht, wenn der Geist zurückkommt, kehrt mit ihm die Krankheit zurück.
Selbstverständlich geht die Krankheit endgültig weg, wenn der Geist für immer fortgeht. So geschieht es mit allen Krankheiten, die von den Geistern verursacht wurden. Wenn der Geist geht und die Krankheit nach wie vor bleibt, dann ist es die Krankheit des Patienten. Aber wenn man den Geist von dem kranken Menschen fernhält, nimmt man ihm eine große Last von den Schultern. Jetzt fällt es ihm viel leichter, psychische Probleme, die immer die Ursache der Krankheit sind, zu bewältigen.

13. Wie sind die Anzeichen der Anwesenheit eines Geistes (Geister) im Haus? Was sollte uns warnen? Können wir die Anwesenheit des Geistes spüren?

Wenn wir die Anwesenheit des Geistes nicht spüren können, wozu sollten wir dann darüber nachdenken, ob er da ist? Wenn wir fühlen, daß uns jemand heimsucht und vor kurzem ein Begräbnis stattgefunden hat, reicht es, unsere Emotionen und Gedanken, sowie die Veränderungen in der Wohnung zu beobachten, und wir werden wissen, was der Geist uns mitteilen will. Man soll keine Angst davor haben, weil der Geist doch eine uns nahestehende Person ist.
Meistens will uns der Geist sagen, daß er weiter lebt, daß es ihm gut geht und verabschiedet sich von uns zum letzten Mal. Wenn wir davor Angst haben, auf derartige Besuche Augen und Ohren schließen, reagiert jeder Geist anders, aber am häufigsten geht er bald fort. Anders ist es im Fall eines Geistes, der sich dessen nicht bewußt ist, daß er nicht mehr lebt und, als ob nichts passiert wäre, nach Hause zurückkehrt. Er funktioniert wie zu Lebzeiten und genauso wird er sich benehmen. Der eine ist sanft und wenn wir unter demselben Dach wohnen, bemerken wir gar nicht, daß er unter uns ist, außer wenn er unsere Energie zu intensiv schöpft. Ein anderer rumpelt, läßt uns nicht schlafen, klopft ständig an den Wänden, verschiebt Gegenstände, wirft, was in seine Hände gerät. Manchmal macht er das boshaft, als Rache dafür, daß er ignoriert wird.
Es gibt auch habgierige Geister, die niemandem erlauben, in ihrem Haus zu wohnen und jeden, der über dessen Schwelle tritt einschüchtern und sogar zu töten versuchen. Solche Geister bewohnen Häuser, die seit Jahren leer oder fast leer stehen, denn wenn schon dort jemand einzieht, dann ist es ein vom Leben ermüdeter, ganz von dem dort anwesenden Geist dominierter Mensch.

14. Übermittelt - Ihrer Meinung nach - die katholische Kirche Wahrheit über diese Welt und das Jenseits?

Das tut sie leider nicht. Es beruht nicht darauf, daß sie uns bewußt irreführen will, sondern darauf, daß sich die Dogmen auf Pfeiler stützen, die über Jahrhunderte oftmals geändert wurden, abhängig von den Bedürfnissen der (nicht nur in der Kirche) Herrschenden. Ausführlich beschrieb ich das in meinem Buch. Übrigens, muß man gar nicht so lange in der Geschichte zurückgehen. Es reicht, sich an die Zeiten vor einigen Jahrzehnten zu erinnern, und wir werden sehen, daß eine Sünde von damals, heute keine Sünde mehr ist und umgekehrt. In meiner Arbeit hatte ich viel mit Geistern zu tun, die sich fürchteten, ins Licht zu gehen, weil sie zum Beispiel am Freitag Fleisch gegessen hatten und es war schwer, ihnen zu erklären, daß dies keine Sünde ist, daß Gott sie mit offenen Armen erwartet. Leider betrifft es nicht nur Laien. Unter den Geistern, die sich fortzugehen fürchten, gibt es oft auch Priester.

15. Wenn die Erklärung von Unglück, vielen Krankheiten, Familienproblemen so einfach wie in Ihrem Buch ist, warum wird sie nicht allgemein angewandt? Warum, trotz Erfahrungen von vielen Menschen, glaubt kaum jemand an Geister?

Es ist einfach. Die meisten Menschen sind praktizierende Gläubige und glauben daran, was die Kirche sie lehrt, und die Kirche will der Meinung sein, daß jede Heimsuchung eine psychische Krankheit oder ein Werk Satans ist. Der heutige Tatbestand ergibt sich daraus, daß zu den Zeiten der Inquisition die damalige Kirche es sogar den Priestern verboten hat, Exorzismen durchzuführen. Erst dreihundert Jahre mußten vergehen damit das Ritual des Exorzismus wieder erlaubt wurde. Viele Priester halten es aber für einen unnötig ausgegrabenen Aberglauben. Angesichts solchen Tatsachen kann der Glaube an Geister unter den Menschen nicht beliebt sein. Jedoch davon, wie notwendig dieses Wissen ist, soll die Tatsache zeugen, daß ich innerhalb von den ersten fünf Monaten zehntausend meiner Bücher verkauft habe und jeden Tag etwa fünfzig Anfragen bekomme, die unterschiedliche, mit der Besessenheit von Geistern zusammenhängende Angelegenheiten betreffen.




Schreiben Sie hier Ihre Meinung
Email oder Nickname

Wählen Sie die Qualität dieser Website:

positivneutralnegativ


Artikel über mich

Mach Mal Pause
Die Wahrsagerin
Die vierte Dimension
Sterne sprechen
Creator
Hüte dich vor Geistern
Vorsicht! Geister lügen!
Unter vier Augen mit dem Exorzisten

Mein Buch

Einleitung
Inhaltsverzeichnis
Die Illusion des Todes
Der Tod und was kommt danach?
Wenn die Seelen bleiben
Wie beeinflusst es uns
Krankheiten
Stimmungsschwankungen Ängste, Phobien
Selbstmorde
Geisterbeschwörung
Süchte
Spukhäuser
Aus dem Leben gegriffen Exorzismen / Kirche
Rezensionen des Buches



Wähle Deine Sprache


Bestellung der deutschen Version bei:



Andere Anbieter der deutschen Version weltweit
parapsychologe