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Hüte Dich vor Geistern (geist) - Drucker freundlich

"Wieczor Wybrzeza" (Der Küstenabend)
04.09.1997, Nr. 19

Hüte dich vor Geistern

Mit dem Geist kann man sich auf verschiedene Art und Weise in Verbindung setzen - durch die automatische Schrift, mit Hilfe von Hellsehen oder Hellhören.
Geister sind unterschiedlich, genauso wie Menschen. Der Mensch nimmt seinen Charakter ins Jenseits mit. Wenn jemand zu Lebzeiten böse, den anderen gegenüber unfreundlich war, der bleibt auch so nach dem Tod - sagt die Exorzistin und Parapsychologin Wanda Pratnicka. Wenn wir sterben, gehen wir durch einen Vorhang, der die Welt der Lebenden von der Welt der Verstorbenen trennt. Aber nicht alle wollen zur anderen Seite wandern, nicht alle sind sich klar darüber, daß sie nicht mehr leben. Meistens handelt es sich um Menschen, die plötzlich oder mit verändertem Bewußtsein, z.B. unter Einfluß von Alkohol, Narkose oder Drogen gestorben sind. Diejenigen, die zu Lebzeiten viel Schlechtes getan haben, haben auch keine Lust, zur anderen Seite zu gehen, sie haben es nicht so eilig, in die selbst ausgedachte Hölle zu kommen.

Viele Verstorbene werden von ihren geistigen Führern abgeholt, die sie "heim ins Licht" führen. Der Mensch bewahrt jedoch den freien Willen, sogar nach dem Tod. Wenn er diese Welt nicht verlassen will, kann ihn dazu niemand zwingen. Mit solchen verirrten Seelen, die nicht wissen, was sie machen sollten, haben die Exorzisten meistens Probleme. Wenn sie in der Welt umherirren, können sie in lebende Menschen eindringen und ihnen dabei viel Leid und Kummer bereiten. Die meisten von ihnen sind schlecht gewillte Geister. Am schwierigsten ist es, sich vom Geist einer nahestehenden Person - der Mutter, des Vaters, des Opa zu befreien. Solche Geister verbinden mit dem heimgesuchten Menschen starke Gefühlsbande, das Haus, die Familie, der Ort, an dem sie so viele Jahre gelebt haben. An solchen Geistern muß lange gearbeitet werden, damit die Exorzismen wirksam sind.

Eines Tages kam zu mir ein sehr eleganter, intelligenter Herr und mit gewisser Verlegenheit fragte er mich, ob es möglich wäre, daß der Geist seines vor kurzem verstorbenen Vaters in dem Haus geblieben wäre und seine Frau, also die Mutter dieses Herrn, heimsuchte. Es erwies sich, daß dies der Fall war. Der Geist des Vaters vergewaltigte jede Nacht... die 76jährige Witwe und brachte noch andere Geister zu Hilfe. Dieser Herr erzählte, daß er nachts das Geschrei der Mutter hörte, in ihr Zimmer hineinstürzte und mit eigenen Augen sah, wie an ihrem Körper blutige Kratzwunden entstanden. Es scheint unwahrscheinlich zu sein, aber ich hatte mit mehreren solcher Fälle zu tun.

Jetzt betreue ich eine Frau, in die ihr Vorgesetzter eingedrungen ist. Sie war Sekretärin, ihr Chef starb plötzlich an Herzinfarkt und einige Monate nach seinem Tod erschienen bei ihr merkwürdige Symptome. Vorher hat sie kein näheres Verhältnis verbunden, obwohl, wie sie behauptete - es seinerseits Versuche von sexueller Belästigung gegeben hatte. Es ist ein sehr schwieriger Fall und ich arbeite daran bereits seit mehreren Monaten. Ich habe der Frau beigebracht, wie sie sich vor dem Geist wehren kann.

Jedes Mal muß man eine andere Vorgehensweise anwenden, weil jeder Geist anders ist und anders reagiert. Es gibt hier keine Regel, man muß sich einfach auf die Intuition verlassen. Ich mache das meistens zu Hause, in meinem Zimmer geschlossen. Ich arbeite immer auf Entfernung. Ich brauche die Person nicht zu sehen, deren ich helfe, ich muß nur ihre Angaben haben. Es reicht nur, mir zu schreiben oder mich anzurufen.

Wenn ich die Exorzismen durchführe, sehe ich den hilfebedürftigen Menschen und setze mich mit ihm mental in Verbindung.
Mit dem Geist kann man auf verschiedene Art und Weise kommunizieren - durch die automatische Schrift, mit Hilfe von Hellsehen oder Hellhören. Zuerst prüfe ich, ob ich dem Menschen, der mich um Hilfe gebeten hat, helfen kann. Manchmal dauert es ziemlich lange, ein halbes Jahr oder sogar länger bis der Geist bereit ist zu gehen.

Eine Heimsuchung durch einen Geist äußert sich auf verschiedene Weise - manchmal ist der Alkoholismus oder die Drogensucht ein Zeichen dafür. Es kommt vor, daß die Besessenheit Verbrechen zufolge hat. Der Geist kann auch das Leben des Menschen gefährden, indem er ihm Selbstmordgedanken zuschiebt. Denn ein Geist, der einmal in den Menschen eingedrungen ist, kann seinen Körper meistens nicht mehr verlassen. Wenn er sich befreien will, muß er den Menschen zum Tod überreden - Selbstmord, oder er muß ihn z. B. zu einem Verbrechen überreden, für das die Todesstrafe droht. Wenn ein solcher Mensch stirbt, wird der Geist befreit und kann in eine andere Person eindringen. Alle Fälle von Schizophrenie oder anderen psychischen Krankheiten sind mit der Besessenheit von Geistern verbunden. Oft kommt es vor, daß es nicht nur einen Geist im Menschen gibt, den man relativ leicht "entfernen" kann, sondern es mehrere Geister sind. Besonders empfänglich für die Heimsuchung von einem Geist sind die psychisch oder körperlich geschwächten Menschen. Zum Glück haben die meisten Menschen eine natürliche, schützende Barriere. Alle Kinder haben sie und es kommt nur selten vor, daß ein Geist in ein Kind eindringt. Nur die von den Eltern mißhandelte Kinder werden dieser Barriere beraubt.

Nach wirksamen Methoden der Exorzierung suchte ich jahrelang, am Anfangs nach der Regel von Versuch und Fehler - sagt Wanda. Ich nutzte meine parapsychische Eigenschaften solange, bis ich sie fand. Wenn ich jemanden von einem Geist befreie, bleibt er immer noch mit seinen psychischen Problemen da, die man auch als Ursprung der Besessenheit betrachten kann. Die Befreiung vom Geist ist aber der erste Schritt auf dem Weg zur psychischen Gesundheit.

Autor: Krystyna Cendrowska



"Sochaczewo Express" - "Express Sochaczewski" /
Polen aus dem Jahre 2004

Sie stellen sich als eine Exorzistin vor. Für viele Menschen "riecht" es nach Mittelalter. Womit befasst sich der gegenwärtige Exorzist?

Ja, Sie haben recht. Für viele Menschen, darunter auch Priester sind die Exorzismen mit dem Mittelalter, dem Aberglauben verbunden. Wie ist das möglich - fragt mancher -, dass in den Zeiten, wo so viele Menschen die Hilfe bei den Exorzisten suchen, es so wenige Exorzisten gibt, und diese Handvoll von Exorzisten wie ein Tropfen auf den heißen Stein ist? Die Antwort ist sehr einfach - es reicht, die Geschichte der Exorzismen angefangen in den Zeiten von Jesus bis heute zu verfolgen. Einst konnte jeder Mensch ein Exorzist sein, wenn er das nur machen konnte. In der Hälfte des 3. Jahrhunderts begann die Kirche, also in der Zeit ihrer Entstehung, auf die Exorzisten verschiedene Einschränkungen aufzuerlegen, bis die Weihe der Exorzisten eingeführt wurde. Seitdem durfte ein glaubender Mensch allein keine Exorzismen mehr durchführen. Es durfte nur ein ausgewählter und durch die Kirche geweihter Mensch tun. Diese Einschränkungen wurden immer strenger, bis im 16. Jahrhundert, auf dem Konzil in Trident es die Kirche gänzlich verbot, sogar den Priestern, Exorzismen durchzuführen. Jegliche Versuche, dieses Verbot zu brechen wurden mit Foltern und Tod bestraft. Erst im Jahre 1886 erlaubte Papst Leon XIII. es den Priestern in der ganzen Welt, Exorzismen wieder durchzuführen. Er schrieb sogar ein spezielles, den Exorzismus unterstützendes Gebet. Die Priester hatten aber keinerlei Erfahrung in diesem Bereich, denn das Exorzismen-Verbot galt damals schon seit 3 Jahrhunderten, und alle Bücher, die lehrten, wie man Exorzismen durchführt, verbrannt worden waren. Es wurde nichts weiter als eine Niederschrift aus dem 10. Jahrhundert und das Ritual aus dem Jahre 1614 erhlten, die heute von den geistlichen Exorzisten benutzt werden.
Priester Gabriele Amorth, der oberste Exorzist von Vatikan erklärt in seinen Büchern diesen Zustand - "Einen Exorzisten zu finden ist deswegen so schwer, weil es sie einfach nicht gibt".
Womit befasst sich der gegenwärtige Exorzist? Genau damit, womit sich sein Fachgenosse auch vor tausend Jahren befasste, das heißt mit dem Befreien der Menschen von den Geistern, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht entschieden haben zur anderen Seite des Todesvorhangs zu Gott überzugehen, aber auch damit, und das geschieht genauso oft, mit dem Befreien der Geister von diesen Menschen, die diese soeben gestorbene Seele mit ihrem Jammern und übertriebener Trauer um jeden Preis auf der Erde aufhalten wollen.

Wie kann man das Wirken des Satans und der bösen Geister auf unser Leben erkennen?

Was den Satan betrifft - während meiner über dreißig Jahre langen Praxis habe ich ihn kein einziges Mal getroffen. Alle dämonischen (satanischen) Heimsuchungen, die ich in meiner Arbeit traf, erwiesen sich im Endeffekt als Heimsuchungen von hasserfüllten, wütenden Geistern von verstorbenen Menschen, die aus verschiedensten Gründen nicht zur anderen Seite des Todesvorhangs übergegangen sind. Es gibt eine Unzahl von Geistern, die nicht zu Gott gegangen sind, und genau so viele Gründe, warum sie ihre "Opfer" quälen. Sehr ausführlich habe ich das in meinem Buch "Von Geistern besessen - Exorzismen im 21. Jahrhundert" beschrieben.

Sie befreien die Menschen von Geistern auf Entfernung und zwar in sehr kurzer Zeit. Viele zweifeln an der Wirksamkeit eines solchen Handelns...

Es stimmt, ich befreie die Menschen von Geistern auf Entfernung. Es ist eine äußerst wirksame und ungefährliche Methode, die keine Nebenwirkungen sowohl für den geläuterten Menschen als auch für den Exorzisten bringt. Letztendlich sind die Ergebnisse meiner Arbeit wichtig, die man nicht bestreiten kann. Im Archiv bewahre ich Stapeln von Briefen mit Danksagungen von den Menschen, denen ich geholfen habe, einen kleinen Teil davon habe ich auf meiner Internetseite veröffentlicht, und eine Danksagung schreibt eine Person auf einhundert. Was die Zweifeln der Menschen betrifft - es finden sich immer solche, die an das zweifeln, was für sie unverständlich ist.

Wie oft kommen Fälle von Besessenheit vor? Wie kann man prüfen, wer sich unter dem Einfluss von Geistern befindet? Sind die alkohol- oder drogensüchtigen Menschen mehr gefährdet?

Besessenheit widerfährt Menschen viel häufiger vor, als es uns scheinen könnte. Viele Menschen gehen durch ihr ganzes Leben mit einer Heimsuchung hindurch. Sehr viele Entscheidungen, Gedanken und Emotionen solcher Menschen stammen nicht von ihnen selbst sondern von den Geistern und diese sind niemals zufriedenstellend, immer gegen unsere tiefsten Wünsche und Überzeugungen. Wie viele Menschen leiden unter starken negativen Emotionen wie Angst, Unruhe, Ärger, Eifersucht? Diese gehören aber den sie heimsuchenden Geistern. Jede Depression oder Stimmungsschwankungen sind Symptome einer Heimsuchung. Noch mehr sichtbare oder drastische Symptome sind Selbstmordgedanken, Schizophrenie und andere Gemütskrankheiten. Suchtkranke Menschen werden immer zu Opfern von Heimsuchung. Die Sucht zerstört die natürlichen "Schutzschilder" gegen die Geister und erlaubt es den Geistern in unseren Leib einzudringen. Sie können sowohl Ursache als auch Folge der Heimsuchung sein.

Kann man sich von dem Einluss der Geister befreien?

Sich selbständig von den Geistern zu befreien, wenn sich diese bereits im physischen Körper befinden ist ist es ohne die Hilfe eines Exorzisten meistens unmöglich. Wenn wir aber unsere negativen Emotionen, wie Ärger, Hass, Rachsucht kontrollieren und sich dazu distanzieren, haben wir sehr große Chancen, die Geister gar nicht an uns heranzulassen.



"Moj Talizman" (Mein Talisman)
06.11.1997 Nr. 15

Exorzismen, Besessenheit

Ein Geist will in mich eindringen!
Wenn dir ein kalter Schauder über den Körper läuft, wenn du einen unsichtbaren Blick auf deinem Rücken spürst - dann ist es möglicherweise er. Der Geist, der in dich eindringen will.
Es gibt viele Geister um uns herum. Es reicht nur in einer entsprechenden Stimmung zu sein, um ihre Anwesenheit zu spüren. Sie erinnern an Ungeheuer, die nichts gemein mit dem Bild des Leibes haben, das sie verließen.
Die Menschen von Fleisch und Blut sollen nicht für die Geister der Verstorbenen ein Haus nach Ihrem Tode sein. Die Geister sollen ins Jenseits gehen. Das wollen sie aber nicht immer.
Manche Geister bleiben bewußt in der Welt der Lebenden und warten auf ihre Chance. Einige von ihnen erpressen, versprechen, sie würden dies oder jenes erledigen. Sie haben manchmal Rechnungen zu begleichen. Manchmal sind sie grausam.
Mo¿e Ciê opêta³o?
Der Mensch mit einem Geist in seinem Körper ist lästig für die Umgebung. Oft wird er wegen Neurosen behandelt, nimmt Beruhigungsmittel ein, trinkt Alkohol, manchmal greift er nach Drogen. Er leidet. Manchmal spürt er, daß er Bewußtseinsspaltung hat.
Es kommt vor, daß er immer etwas erledigen will, die anderen mit seinen Bemerkungen quält, Antworten verlangt. Der Geist des Fremden wird aktiv, wenn der Mensch übermüdet, verzweifelt oder krank ist. Dann ist es leicht, sich heimsuchen zu lassen.

Beispiele:

Ein kleiner Junge hat sich so zurückgezogen, daß man ihn ärztlicher Beobachtung unterzog. Die Ärzte stellten Autismus fest - Wanda Pratnicka stellte aber eine andere Diagnose - er wurde besessen von dem Geist seines Urgroßvaters. Nach den Exorzismen gewann der Junge den Kontakt mit seiner Umgebung wieder und die Familie, obwohl sie die Naturwissenschaften sehr schätzt, vertraute der Exorzistin. Diese sprach mit dem Geist des hartnäckigen Opas und überredete ihn, den Enkel zu verlassen...

Anna war mit der wunderschönen Eva befreundet, die sie zuerst gerne berührte, dann aber immer heftiger anfaßte. Liebeserklärungen wurden sichtbar. Als die Eltern von Anna erfuhren, daß ihre Tochter eine Lesbe ist, rasten sie aus. Sie glaubten, daß ihre Tochter in Ordnung wäre, und Eva diejenige sei, die zu Exzessen provoziert. Wanda entdeckte etwas anderes. In Anna saß der Geist eines Mannes, der nach Sex mit jungen Mädchen verlangte. Deshalb veränderte sich Annas Stimme in eine männliche, wenn Eva in der Nähe war.

Ins Jenseits weigern sich die Geister von Menschen zu gehen, die sich zu Lebzeiten ihren Tod als einen ekelhaften Prozeß des Zerfalls von körperlichen Überresten, Fäulnis und Grabeskälte vorstellten. Auch Leute, die zu Lebzeiten Unfug trieben und jetzt Angst vor der Bestrafung haben, gehen nicht dahin. Zu dieser Gruppe gehören auch Menschen, die sich dem Tod nicht fügen und weiter leben wollen.
Dann irren sie. Sie nehmen die Menschen als Leuchtpünktchen, Energiequellen wahr, sie wollen in sie eindringen. Die Exorzistin kann allen helfen, aber nicht immer geht es schnell voran. Einmal befreit sie vom bösen Geist wie durch Zauberei, ein anderes Mal braucht sie sehr lange, um den Geist zu überreden. Manchmal wird sie angegriffen, aber sie fürchte diese Mächte nicht.
Gefährlich sind Geister, die zum Selbstmord bewegen - meistens werden diese Personen von einem auf den Menschen wütenden Geist besessen, der ausrastet, wenn sich der Mensch gegen seinem Willen stellt.
Viele Menschen spüren intuitiv, wo sich die Stätten befinden, in denen es spukt. Sie wissen und verstehen nicht, warum, aber sie fühlen die Kälte von jemands Anwesenheit, eine unerklärliche Angst. Dann kommt es ihnen so vor, als würde sich die Türklinke bewegen oder sich der Sessel unter jemands Gewicht beugen. Wanda weiß, daß der Geist es nicht macht - um Gegenstände zu bewegen braucht man ungeheure Kraft, aber der Geist bewegt den Stuhl durch den Menschen, den er beherrscht.
Geister haben ihre beliebten Aufenthaltsorte - von uns als außergewöhnlich betrachtet. Es gibt sie also in der Kirche, in manchen Häusern, auf dem Friedhof... sie schöpfen Energie von den umherstreifenden Tieren... sie warten... manchmal können sie den Menschen nicht verlassen. Hier hilft nur ein Exorzismus.
Man soll keine Angst davor haben und die Exorzismen auf keinen Fall mit Zauberei verwechseln. Wenn die Lebensschwierigkeiten nicht rational zu erklären sind, kann es nützlich sein, den Zustand der Seele zu untersuchen, den Menschen von dem Eindringling zu läutern und so von mancher Tragödie zu befreien. Auch ist es sehr wichtig noch zu Lebzeiten die Eigenschaften des Todes und die Notwendigkeit der Wanderung in eine bessere Welt zu verstehen.
Zum Glück - gibt es außer den Geistern, die nicht fortgehen wollen und auf den Menschen destruktiv wirken, auch Schutzgeister. Um solch einen Schutzengel sollte man innigst beten.

Autor: Maria Pratnicka



"Magazyn Obyczaje" (Magazin der Bräuche)

Dämonen und Exorzisten

Im Ort Przywidz (Polen) lebt Wanda Pratnicka, Exorzistin und Psychotherapeutin.

Womit beschäftigen Sie sich?
Ich läutere die Menschen von Geistern.
Wie dringen Geister in den Menschen ein?
Der Mensch kommt zur Welt mit einem natürlichen Schutz vor Geistern. Dann verlieren viele Menschen diesen Schutz, z.B. wenn sie in der Kindheit verprügelt oder mißhandelt werden. Den Verlust dieses natürlichen Schutzes bewirken auch andere traumatische Erfahrungen. Andere Faktoren sind Narkose, Ohnmacht, Betrunkenheit, Drogenrausch - all diese Momente, wenn der Mensch nicht bei vollem Bewußtsein ist. Das sind Augenblicke, in denen die Geister am häufigsten in den Menschen eindringen. Sie versuchen, an jeden heranzukommen, aber dort, wo es eine Barriere gibt, haben sie keine Chancen. Die dritte, für die Geister günstige Situation sind Begräbnisse. Wenn der Mensch in seinem Schmerz um den Verstorbenen trauert, dann öffnet er sich der Welt gegenüber in der sich der Angehörige der gerade gegangen ist, befindet. Dann kann er vom Friedhof einen oder mehrere Geister mitbringen.
Sogar mehrere?
Es kommt vor, daß ein Mensch von einem, von mehreren, aber manchmal sogar von einigen hundert Geistern besessen wird. Und noch etwas - oft weißt der eine Geist von dem anderen überhaupt nichts.
Was ist es - ein Geist?
Der Mensch läßt nach dem Tod seinen Körper auf der Erde, wie ein Kleid. Der Rest (also der nicht materielle Teil des Menschen) ist eben der Geist. Nach dem Tod geht der Mensch zur "anderen Seite" über. Jedoch, wenn jemand plötzlich gestorben ist oder unter Einwirkung von Alkohol war, oder keine Vorstellung hatte, was er nach dem Tod machen würde - all diese Menschen bleiben in der sog. Astralwelt, die unter anderem auch der Sitz der Geister ist. Und um weiter funktionieren zu können müssen sie einen Menschen finden, um von ihm Energie zu schöpfen. Dazu benutzen sie auch Menschenansammlungen - z. B. in Kirchen oder Krankenhäusern. Dann nehmen sie von jedem Menschen ein bißchen Energie. Wenn sie aber einen ihnen gegenüber offenen Menschen finden, dringen sie in ihn hinein.
Wie erkennen Sie, daß in Ihren Patienten ein Geist eingedrungen ist?
Der Mensch bleibt nach dem Tod genauso, wie er zu Lebzeiten war. Wenn wir generalisieren würden, könnte ich sagen, daß die Menschen zu Lebzeiten gut und böse waren. Der Charakter des besessenen Menschen ändert sich entsprechend, wenn ein Geist mit einem komplett anderem Charakter in ihn eindringt. Wenn in einen guten Menschen ein guter Geist eindringt, gibt es keine radikale Veränderung. Böse Geister bewirken aber deutliche Veränderungen im Charakter. Der Umgebung fällt das sofort auf. Menschen mit stark schwankenden Stimmungen sind meistens besessen.
Wenn der Geist zu Lebzeiten wegen einer Krankheit starb, dann übergibt er dem Besessenen diese Krankheit automatisch weiter, an der er selbst litt.
Wie lange dauern die Exorzismen?
Es ist vom Geist abhängig. Wenn er kein besonderes Ziel hat, in jemandem zu bleiben, reicht nur eine einzige Sitzung. Aber wenn er einen Menschen gewählt hat, um in ihm für immer zu verbleiben, ist es schon entsprechend schwieriger. Manchmal dauert die Läuterung ganze Wochen oder sogar Monate.
Beruht das auf Beschwörungen?
Nein, auf mentalem Kontakt. Ich habe hellseherische Fähigkeiten und ich sehe den Geist. Dann versuche ich den Geist ins "Jenseits" zu versetzen, vorausgesetzt es ist auch seiner Wille. Auf jedem Fall entferne ich den Geist aus dem Körper des Besessenen. Der von dem Geist befreite Mensch fühlt eine Erleichterung und die Umgebung sieht die Verbesserung.
Welche Symptome der Besessenheit gibt es noch?
Extrem sind Selbstmordversuche. Jeder Selbstmörder ist besessen. Der Mensch kommt doch zur Welt, um zu leben... Weiter - fast alle Gemütskrankheiten werden durch Besessenheit verursacht. Oder folgende Situation - an einem Tag trifft der Mensch eine Entscheidung, an einem anderen Tag wieder eine andere. Eine von diesen Entscheidungen wurde nämlich vom Geist getroffen! Oder warum vergessen manche Menschen ständig, wo sie die Schlüssel gelegt haben? Denn nicht sie haben sie irgendwo liegen lassen, sondern der Geist.
Sie heilen auch Krankheiten des Körpers?
Wenn ich sehe, daß sie durch das Eindringen eines Geistes verursacht wurden. Solche Kranke genesen schnell nach meiner Behandlung. Denn es war nicht ihre Krankheit, sondern die des Geistes.
Daß die Ärzte doch ihre Begabung nicht in Anspruch nehmen...
Die Ärzte kommen zu mir heimlich und bitten, ich möge sie oder ihre Nächsten läutern (denn ich läutere immer auf Entfernung - für den Geist ist der Raum von keiner Bedeutung).
Ich habe in ihrem Werbematerial gelesen, daß Sie sich auch mit Schlankheitskuren beschäftigen?
Das ist kein Angebot einer Schlankheitskur. Ich würde es so nennen - ein vom Geist besessener Mensch hat sehr viel Angst. Er ißt ständig, um diese Angst zu unterdrücken. Es reicht, die Geister zu geleiten und der Mensch nimmt automatisch ab.
Kommen zu Ihnen viele Kunden?
Sehr viele.
Schreiten sie nicht in die Befugnisse der Kirche ein?
Selbstverständlich sollte es Exorzisten in den Reihen de Kirche geben, aber man sucht sie vergeblich. Meistens schicken sie nämlich die Fälle von Besessenheit zu den Psychiatern.

Autor: Grazyna Ziomkowska






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Einleitung
Inhaltsverzeichnis
Die Illusion des Todes
Der Tod und was kommt danach?
Wenn die Seelen bleiben
Wie beeinflusst es uns
Krankheiten
Stimmungsschwankungen Ängste, Phobien
Selbstmorde
Geisterbeschwörung
Süchte
Spukhäuser
Aus dem Leben gegriffen Exorzismen / Kirche
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